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Früherkennung des Prostatakrebses

Wichtige Informationen zur Krebsfrüherkennung beim Mann
Prostatakrebs ist inzwischen der zweithäufigste neu aufgetretene Krebs bei Männern und rangiert derzeit an dritter Stelle nach Lungen- und Darmkrebs. Dies stimmt nachdenklich, da seit nahezu 30 Jahren eine Vorsorgeuntersuchung existiert. Sie umfasst primär die Tastuntersuchung des Organs Prostata. Der Arzt sondiert mit dem in den Enddarm eingeführten Zeigefinger die darüber liegende Prostatadrüse und tastet sie auf Verhärtungen ab.

Die von der gesetzlichen Krankenkasse finanzierte Krebsvorsorge des Mannes wird ergänzt durch eine zusätzliche Diagnostik eines eventuell vorliegen Dickdarmkrebses. Hierbei kommt ein laborchemischer Papierstreifentest (z.B. Hämoccult, Hämofec) des Stuhls zum Einsatz. Eine zusätzliche Urinanalyse fiel vor über 10 Jahren aus Kostengründen weg, eine Ultraschalluntersuchung der urologischen Organe ist im Rahmen der Krebsfrüherkennung nicht vorgesehen.

Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren also bei der Krebsvorsorge des Mannes den Fingertest auf der Fährtensuche nach Prostataverhärtungen und einen relativ ungenauen, aber kostengünstigen Stuhltest zur Erkennung des Dickdarmkrebses.

Beide Methoden bieten nur einen Minimalstandard, mit der Folge, dass nach heutiger Einschätzung nur jeder zweite Tumor durch die von den gesetzlichen Krankenkassen getragenen Untersuchungen für Männer ab dem 45. Lebensjahr richtig erkannt werden kann.

Moderne Diagnostik der Prostata

Die dem heutigen Wissenstand angepasste Diagnostik empfiehlt die Bestimmung eines Tumormarkers der Prostata, des prostataspezifischen Antigens (PSA-Test).

Durch die Kombination einer Rektal-untersuchung und der Bestimmung der PSA-Wertes lässt sich die Erkennungsrate des Prostata-Karzinoms erheblich verbessern.

Leider gehört der PSA-Test, der zur Zeit als die beste Erkennungsmethode für die Frühdiagnose eines Prostatakrebses gilt, nicht zum Vorsorgeprogramm der gesetzlichen Krankenkassen. Er ist nur Bestandteil einer weiterführenden Diagnostik, falls der „Fingertest“ verdächtig auf das Vorliegen einer bösartigen Erkrankung ist. Eine noch kleine Zellwucherung, die Frühform des Prostatakarzinoms, ist bei der rektalen Untersuchung noch nicht zu erkennen. Diese entartete Zellverbände produzieren jedoch häufig vermehrt den Tumormarker PSA und geben damit entsprechende Hinweise. Die Messung des Wertes mit moderner Laboranalytik gibt dem Arzt entscheidende Hinweise. Gezielte Gewebeproben durch eine sogenannte Biopsie können dann den Karzinomverdacht erhärten, noch bevor der tastende Finger oder die Ultraschall-untersuchung einen Verdacht aufzeigen.

Bei der Beurteilung der PSA-Werte ist wichtig zu wissen, dass mäßig erhöhte Werte im sog. „Graubereich“ allerdings auch bei gutartigen Veränderungen der Prostata (z.B. gutartiger Prostatavergrößerung, syn.: Prostata-Adenom od. Prostatahyperplasie bzw. entzündlichen Gewebsveränderungen) auftreten können. Um in einer solchen Situation weitere Entscheidungen zu treffen ist dann neben einer PSA-Kontrolle auch die zusätzliche Bestimmung einer Unterfraktion des PSA-Wertes, des sog. „freien“ PSA sinnvoll. Diese Kontrollen und auch weitere Untersuchungen sind dann i.d.R. bei gegebenem Anfangsverdacht zu Lasten der Krankenkasse möglich.


Maximale Sicherheit zur Früherkennung des Prostata-Krebses

Maximale Sicherheit zur Früherkennung des Prostata-Krebses bietet die Dreier-Kombination

1. tastender Finger (DRU = digitale rektale Untersuchung)
2. Bestimmung des PSA-Wertes (fallweise auch des freien PSA-Anteils)
3. gezielte Untersuchung der Prostata mittels Ultraschallsonde (TRUS =
transrektale Prostata-Sonografie)

Die Entscheidung, welche Sicherheitsstufe in welchem Alter Ihnen wichtig ist, müssen Sie selbst treffen:

Minimum - Gut - Optimal

Bei allen Überlegungen sollten Sie folgende wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis beachten: durch eine regelmäßig und konsequent durchgeführte Vorsorgeunter-suchung wird die Heilungschance deutlich verbessert. Nur bei einem frühzeitig erkannten Karzinom können Sie auf eine Organbegrenzung hoffen. Das bedeutet, dass noch keine Ausbreitung bzw. Absiedelung stattgefunden hat und die Erkrankung vollständig geheilt werden kann.

Was haben Sie zu beachten?

Erforderlich zur Durchführung der Untersuchung ist eine Blutentnahme aus einer Armvene zu beliebiger Tageszeit, Nüchternheit ist nicht erforderlich. Die Blutentnahme sollte allerdings vor sonstigen Prostatauntersuchungen erfolgen, da sonst eine Beeinflussung des Wertes nicht auszuschließen ist.

Falls Sie eine PSA-Bestimmung oder Untersuchungen im Zuge der geschilderten erweiteren Vorsorgediagnostik wünschen, entsteht zwischen Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt eine privater Behandlungsvertrag, zu dem Sie Ihr schriftliches Einverständnis erklären müssen. Bei allen Untersuchung ist Ihr Arzt selbstverständlich an die geltende Gebührenordnung (GOÄ) für Ärzte gebunden. Eine PSA-Bestimmung allein kostet derzeit einschließlich der erforderlichen Blutabnahme rund 25, -- €. Sie erhalten dann eine Rechung, die Sie gleich oder nach Zusendung bezahlen können.

Bitte sprechen Sie Ihren Urologen an, er wird Sie gern beraten.


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